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Lernen und Bewegung an Altenessener Schulen

Vermittlung von Kompetenzen über den Sport hinaus: Rot-Weiss-Jugendtrainer Luca Mastrangelo (links) geht mit den Schülerinnen und Schülern die Hausaufgaben durch. Fotos: Müller/EC

Wilfried Tönneßen (l.) zieht ein positives Zwischenfazit: „Die Aktion wird gut angenommen.“

Schon mehrere Projekte zur Förderung von Kindern und Jugendlichen haben Rot-Weiss Essen, Essener Chancen, Jugendamt, Kommunales Integrationszentrum und Fachbereich Schule der Stadt Essen gemeinsam angestoßen. Jetzt ist im Rahmen des NRW-Landesprogramms „Aufholen nach Corona“ die nächste Aktion gestartet: RWE-Jugendtrainer besuchen den Offenen Ganztag (OGS) der Neuessener- und Bückmannshofschule in Altenessen und organisieren dort für die Schülerinnen und Schüler von 12 bis 16 Uhr ein Lern- und Bewegungsangebot, das den Kindern nach der Pandemie wieder Lust auf Sport machen soll.

„Die Aktion wird von den Kindern gut angenommen“, freut sich Wilfried Tönneßen, RWE-Nachwuchscheftrainer der U11 bis U16, nach mehreren Wochen an den beiden Schulen. Zusammen mit einem der Junior-Coaches des rot-weissen Nachwuchsleistungszentrums (NLZ) organisiert er das Bewegungsprogramm. Abhängig von den jeweiligen Möglichkeiten stehen statt Fußball auch andere Sportarten auf dem Programm: „Das ist eine gute Abwechslung“, erläutert Tönneßen, „die Kinder können sich dann anschauen, was ihnen Spaß macht.“
Neben dem Ausgleich von u. a. pandemiebedingten, motorischen Defiziten ist die sportliche Betätigung im Team ein guter Hebel, um die Grundschüler auf anderer Ebene zu aktivieren: „Wir möchten den Kindern über den Sport soziale Kompetenzen vermitteln, die im späteren Leben wichtig sind, wie beispielsweise Disziplin oder Teamfähigkeit“, erklärt der RWE-Nachwuchscoach.

Sport und Bewegung gerade nach Corona wichtig
Da das Angebot individuell und bedarfsorientiert ausgelegt ist, packen die Jugendtrainer bisweilen auch an anderer Stelle an. So helfen sie unter anderem beim Mittagessen, unterstützen bei der Hausaufgabenbetreuung und haben beim Toben auf dem Schulhof ein Auge auf die Kleinen. Und Fragen der Schüler wie z. B. „Töni, kommst du morgen wieder?“ oder „Spielen wir wieder zusammen Fußball?“ zeigen, dass die Kinder die RWE-Jugendtrainer schon in ihr Herz geschlossen haben und in ihnen wichtige Rollenvorbilder sehen.

Sabine Barkhoff-Pleines, Leiterin der Bückmannshofschule, freut sich über die regelmäßigen Besuche von Rot-Weiss Essen: „Was brauchen die Kinder nach Corona? Sport und Bewegung! Deshalb ist das Projekt wichtig. Wenn die Schüler*innen bolzen können, geht’s ihnen gut. Man merkt schon an der Geräuschkulisse auf dem Schulhof, dass die Kinder einen Riesenspaß dabei haben.“

Tuncer Kalayci, stellvertretender Leiter des Kommunalen Integrationszentrums Essen, hat das Projekt mit auf den Weg gebracht und ist ebenfalls zufrieden mit dem Aufschlag: „Für uns war es ganz wichtig, dass die Intention des Landesprogrammes ,Aufholen nach Corona‘ auch bei den Schüler*innen ankommt und Akzeptanz findet. Mit den RWE-Jugendtrainern ist dies gelungen. Darüber sind die Kinder und ich sehr glücklich.“

Halil Yaman, beim Jugendamt zuständig für Integration im Bezirk V, begleitet das Projekt fachlich auch er sagt: „Das Jugendamt fördert unter anderem Projekte an Schulen aus dem Landesprogramm ,Aufholen nach Corona‘, weil der Bedarf nach Sport und Bewegung nach der Corona-Pandemie enorm hoch ist.“

Nach den Sommerferien soll die Aktion an beiden Schulen verankert werden. Tönneßen hat bisher verschiedene Jugendtrainer eingesetzt, damit diese den Einsatz an den Schulen erlernen können. Zum Projektstart geht dann ein festes Team an die Standorte.
Für die Jugendtrainer ist die Aktion ebenfalls ein Gewinn, weil sie sich mit Themen beschäftigen, die über fußballerische Erziehung hinausgehen.