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RWE startet Erinnerungsprojekt für Demenzkranke

V.l.n.r.: Die Fan-Helfer Ann-Kathrin Barke und Tobi Kötzing sowie Andreas Jung (AOK Rheinland/Hamburg, Leiter Marketing und Prävention), Prof. Hans-Georg Nehen (Alfried Krupp Krankenhaus), Heike Kruft (AOK Rheinland/Hamburg, Fachberaterin Marketing und Prävention) und Oliver Hartmann (AOK Rheinland/Hamburg Regionaldirektor Ruhrgebiet). (Foto: EC)

„Es ist erfreulich, sich einer glücklichen Zeit zu erinnern“, wusste schon der römische Dichter Ovid (43 v. Chr. – 17 n. Chr.). Leider ist es jedoch nicht jedem Menschen vergönnt, sich an glückliche Zeiten oder wunderbare Erlebnisse zu erinnern. Über 1,8 Millionen Menschen in Deutschland sind an einer Demenz erkrankt. Erinnerungen geraten bei dieser Krankheit in Vergessenheit – das beinhaltet auch leidenschaftliche Fußball-Momente mit Rot-Weiss Essen.

Aus diesem Grund hat RWE das Projekt „Opa Luscheskowski sein Koffer – der RWE-Erinnerungskoffer für Menschen mit Demenz“ in Essen ins Leben gerufen. Dank der Unterstützung der AOK Rheinland/Hamburg und der Pflege- und Demenzberatung des Essener Alfried Krupp Krankenhauses startet jetzt das Projekt – mit dem ersten Besuch im Albert Schmidt Haus auf der Hafenstraße / Ecke Vogelheimer Str. .

Ehrenamtliche rot-weisse Fan-Helfer, die sich schon bei den RWE-Heimspielen um die Fans mit Behinderung kümmern, besuchen Betroffene in Essener Pflegeeinrichtungen und haben einen großen Koffer voller Erinnerungsstücke rund um die spannende Geschichte des Deutschen Meisters von 1955 dabei – zum Anfassen, zum Zuhören und Zuschauen.

Geschult von den Experten des Alfried Krupp Krankenhauses tauschen sich die Fan-Helfer mit den Menschen in den Pflegeeinrichtungen aus, um Freude zu schenken und hoffentlich auch verlorengegangene Erinnerungen und Emotionen zu wecken.

„Die Idee des Erinnerungskoffers stammt aus Schottland, und hier in Deutschland gibt es bereits den ein oder anderen Bundesligisten, der ein solches Projekt durchführt. Unser Verein blickt auf eine sehr spannende Geschichte mit großen Emotionen, Triumphen und Tränen zurück – da war uns sofort klar, das wollen wir auch machen für unsere Fans, die an einer Demenz erkrankt sind“, so Daniel Mucha, hauptamtlicher Fanbeauftragter und Initiator des RWE-Erinnerungskoffers.