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Rot-Weisse Lebensretterin

Alle Rot-Weissen zusammen: Auch beim Kampf gegen Blutkrebs hilft RWE-Solidarität. (Foto: EC / Peil)

Kristina Flachsenberger ist eine wahre Lebensretterin. Die 29-jährige Rot-Weisse spendete Anfang Dezember 2021 in einer Kölner Klinik Stammzellen an jemanden, der an Blutkrebs erkrankt ist. Typisiert wurde sie bei einem RWE-Heimspiel im April 2016.

0:2 verlor RWE an jenem 2. April gegen die Sportfreunde Lotte. Heute, fünfeinhalb Jahre später, ist das Ergebnis für Flachsenberger, wenn sie an diesen Hafenstraßen-Spieltag denkt, nur eine Nebensache. Es ist der Tag, an dem sie den ersten Schritt ging, der womöglich später jemandem das Leben retten würde.

Die Fan- und Förderabteilung von Rot-Weiss Essen (FFA) ergriff mit den Johannitern und der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) die Initiative für einen an Blutkrebs erkrankten RWE-Fan. In einer groß angelegten Blutspendenaktion unter dem Motto „Blutkrebs gemeinsam in den Hintern treten!“ konnten sich Rot-Weisse an drei Standorten im Stadion an der Hafenstraße sowie in den VIP-Bereichen „Assindia“ und „Zeche Hafenstraße“ und beim AWO-Fanprojekt typisieren lassen.

Wirklich damit gerechnet, dass sie Stammzellen hat, mit denen geholfen werden kann, hat Flachsenberger nicht: „Wie wahrscheinlich ist das schon?“, fragt sie, „dann habe ich im Juli einen Anruf von einer Nummer aus Tübingen bekommen.“ In Folge musste sie erneut Blut einschicken, Voruntersuchungen über sich ergehen lassen und schließlich Medikamente einnehmen, um Stammzellen aufzubauen. Auf ihr Engagement ist Flachsenberger, die dank ihres Vaters – bester Schulkumpel von Ex-RWE-Kicker Willi Landgraf – zu Rot-Weiss Essen fand, stolz: „Ich fühle mich gut“, erzählt sie.

Für wen sie gespendet hat, erfährt die glühende Rot-Weisse, die an Spieltagen dem Fanshop-Team im VIP-Bereich „Assindia“ aushilft, nicht. Nur grobe Details über Herkunft, das Geschlecht und eine allgemein-gehaltene Beschreibung zum Alter erhält sie.

Aktion half womöglich schon zwei Menschen
Flachsenberger ist nicht die Einzige, die nach der Aktion von FFA und DKMS Blutplasma spendete. Ex-Spieler Maik Rodenberg wurde bereits 2016 ein Treffer zugeordnet. Zwei Menschen, denen die FFA-RWE-Aktion „Blutkrebs gemeinsam in den Hintern treten!“ hoffentlich ein neues Leben ohne Krankheit ermöglichte.