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Junior-Choaches: früh an der Seitenlinie übt sich

Die meiste Zeit zwar auf dem Platz, für die Einführung aber im Klassenraum: Wilfried Tönneßen leitet die Vorstellungsrunde ein. (Fotos: Peil / EC)

Fünf Tage Kompaktseminar zum "Junior Coach": 14 Sport-LK-Schüler des Leibniz-Gymnasiums sind jetzt in der Lage, Jugendspieler zu trainieren.

In Zusammenarbeit mit dem Rot-Weiss-Essen- und Essener-Chancen-Kooperationspartner Leibniz-Gymnasium sowie dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) hat das RWE-Nachwuchsleistungszentrum (NLZ) um U11-bis-U16-Cheftrainer Wilfried Tönneßen in der vergangenen Woche 14 Schülern zur Fußball-„Junior Coach“-Ausbildung verholfen. In einem fünftägigen Kompaktseminar wurde sowohl in den Klassenräumen als auch auf dem angeschlossenen Trainingsplatz geschult und für die Trainer-Auszeichnung gearbeitet.

Junior-Coaches sind nach ihrer Ausbildung in der Lage, eigenständig Fußball-Arbeitsgemeinschaften sowie das Training von Nachwuchsmannschaften zu leiten. Um die Auszeichnung zu erlangen, „malochten“ die Gymnasiasten eine Woche mit Tönneßen, für den gleich eins klar war, als er den Schulraum am Leibniz betrat: „Das meiste unseres Lehrgangs soll auf dem Platz stattfinden!“

Doch bevor es ans Leder ging, gehörte eine Vorstellungsrunde zum Auftaktprogramm. Einige der Schüler berichteten, sie hätten bereits Erfahrungen im Fußballbereich gesammelt, vielleicht sogar schon in der Jugendabteilung von Rot-Weiss Essen vorgespielt, andere wollen nach erfolgtem Seminar ihren Geschwistern Fertigkeiten auf dem Platz beibringen.

Fünf Tage am Stück ackerten die Leibniz-Gymnasiasten, auch nach der Schulzeit im Homeschooling-System, für die neuen Kompetenzen, die sich schnell in der Praxis bemerkbar machten: Die Seminarteilnehmer unterrichteten gegen Ende der Woche gar unter Aufsicht von Tönneßen Siebtklässler, die ihre Unterrichtseinheit am Ball mit sichtlich großem Spaß und lautem Lachen quittierten.

Lehrgang als Teil der Kooperation
Der Teilnehmerkreis des Seminars bestand aus Schülern des Abitur-Leistungskurses von Leibniz-Lehrer Eric Bardenberg, der sich um die aktive Rot-Weiss-Essen-Kooperation des Altenessener Gymnasiums kümmert: „Wir haben natürlich die Hoffnung, dass die jungen Leute das hier gelernte als Trainer in ihren eigenen Vereinen oder sogar eines Tages im NLZ von RWE einbringen“, erklärt der engagierte Sportlehrer. Standesgemäß werden die Absolventen des DFB-Lehrgangs, der ein normalerweise bezahlpflichtiger Bestandteil der Trainer-C-Lizenz-Ausbildung ist, mit Zeremonie sowie entsprechender Bekleidung und einer Urkunde geehrt. Der Junior-Coach wird nach den Herbstferien verliehen.

"Vom ersten bis zum letzten Tag motiviert"
„Das war eine angenehme Woche“, resümiert Tönneßen nach den Tagen im Schulalltag, „die Schüler waren vom ersten bis zum letzten Tag motiviert.“ Und nicht nur die Gymnasiasten haben unter rot-weisser Leitung einiges gelernt, auch für den NLZ-Mitarbeiter war es spannend, wieder die Schulbank zu drücken: „Zwischen meiner Schulzeit und der heute liegen Welten. Wer sportaffin ist, ist aber gleich getaktet. Sport bedeutet offener und lockerer zu sein, aber eben auch mit der nötigen Ernsthaftigkeit zu agieren“, so Tönneßen, der sich durchaus vorstellen kann, unter Einbezug des Schüler-Feedbacks das nächste Kompaktseminar zu leiten.?