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Bolzplätze sind ab sofort Kulturerbe!

Die Projektpartner haben’s immer gewusst! Das Land NRW hat die Bolzplatz-Kultur als immaterielles Kulturerbe anerkannt. Foto: Müller/EC

Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen hat grünes Licht gegeben: Die Bolzplatzkultur wird in das Inventar des immateriellen Kulturerbes eingetragen! Eine schöne Bestätigung für die Arbeit der Bolzplatz-Paten, die im vergangenen Jahr vier Anlagen im Essener Stadtgebiet aufgewertet haben, damit Kids draußen zwanglos kicken können.

Eine Jury hatte aus insgesamt 14 eingegangenen Bewerbungen fünf Traditionen verschiedener Regionen ausgewählt, darunter auch die in den 1920er-Jahren etablierte Bolzplatzkultur. Den entsprechenden Antrag hatte das Deutsche Fußballmuseum Anfang des Jahres eingereicht: „Der Bolzplatz ist ein prägender Sozialisationsraum. Hier treten Kreativität, spontane Selbstorganisation, Toleranz und Durchsetzungsvermögen in wechselseitige Beziehung. Für Kinder und Jugendliche ist der Bolzplatz daher eine Lebensschule“, erklärt Museumsdirektor Manuel Neukirchner.

„Hier, das ist mein Bolzplatz!“
Aus eben diesem Grund haben die Projektpartner von Jugendhilfe Essen, Essener Chancen, Grün und Gruga, Rot-Weiss Essen sowie 1000 Herzen für Essen im Jahr der Grünen Hauptstadt vier Anlagen im gesamten Stadtgebiet aufgewertet und mit dem Gütesiegel der Bolzplatz-Paten versehen. Die Eröffnungen der „Bolzer“ im Stadtgarten, im Krupp-Park, am Abzweig Aktienstraße und an der Schillerwiese wurden von prominenten Paten wie Otto Rehhagel, Frank Kurth, Frank Mill, Dirk Helmig oder Oliver Bierhoff unterstützt.
„Neben ihnen und unseren Mitarbeitern der Aufsuchenden Jugendarbeit sind die wichtigste Säule allerdings die Jugendlichen selbst“, erläutert Arndt Wrona, Fachbereichsleiter der Jugendhilfe Essen. Sie sollen eigenständig die Verantwortung für den Ort übernehmen: „Die Jugendlichen wollen sich für konkrete Dinge engagieren und sagen: Hier, das ist mein Bolzplatz.“

In diesem Jahr wollen die Bolzplatz-Paten weitere Anlagen an den Start bringen und auch das Deutsche Fußballmuseum bleibt am Ball: Die Jury hat empfohlen, die Bolzplatzkultur in zwei Jahren für das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturguts anzumelden. Das Deutsche Fußballmuseum wird dieser Empfehlung im nächstmöglichen Verfahrensschritt folgen, wie Manuel Neukirchner ankündigt: „Für die erforderliche Grundlagenforschung der Bolzplatzkultur streben wir die Kooperation mit einer Universität in Nordrhein-Westfalen an.“

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Hafenstraße 97A
45356 Essen

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