Projekt „Schule ist auf dem Platz“ erfolgreich gestartet
In der zweiten Osterferienwoche war Rot-Weiss Essen Gastgeber der ersten von insgesamt vier Etappen des ersten gestarteten Projekts im Rahmen der Sozialinitiative „Essener Chancen“.
Unter dem Motto „Schule ist auf dem Platz“ haben 30 Schülerinnen und Schüler der Stadthafen-, Bergmühlen- und Hoelting-Grundschulen unter der Leitung von vier Studierenden des Instituts für Sport- und Bewegungswissenschaften der Universität Duisburg-Essen eine ganz außergewöhnliche Nachhilfe in den Hauptfächern Deutsch und Mathe erhalten. Die lernbezogenen Inhalte wurden den Drittklässlern aus dem Essener Norden dabei auf eine spielerische und bewegungsorientiere Art und Weise vermittelt, womit den Kindern mittels der Verknüpfung der Themen „Schule“ und „Sport“ die Tatsache näher gebracht werden konnte, dass das Lernen durchaus auch Spaß bereiten kann.
„Der Sport stellt Studien zufolge für etwa 80 bis 90 Prozent der Kinder im Grundschulalter die Lieblingsbeschäftigung dar. Zudem wissen wir aus der Entwicklungspsychologie, dass Kinder die Welt über die Bewegung erfahren und wahrnehmen. Diese beiden Stoßrichtungen stellen die Basis für das Konzept, das im Rahmen des ‚Schule ist auf dem Platz‘-Projektes verwendet wurde, dar. Die ersten Erfahrungen aus dem Projekt mit dieser Gruppe haben uns gezeigt, dass die Kinder über die gesamte Woche hochmotiviert, neugierig und bewegungsfreudig bei der Sache waren“, erklärt Dr. phil. Jessica Süßenbach von der Universität Duisburg-Essen das Konzept hinter dem „Schule ist auf dem Platz“-Projekt.
Das angestrebte Ziel des Projektes, das in den kommenden Schulferien im Sommer, Herbst sowie zu Ostern 2013 mit den 30 Schülerinnen und Schülern fortgesetzt wird, ist es, den Kindern eine positive schulische Motivation mit Blick auf die Entscheidung für die weiterführende Schule entscheidende dritte und vierte Schuljahr auf den Weg zu geben und somit die Chancen auf den zukünftigen Besuch einer höheren Schule zu ermöglichen. „Wir wissen aus Hirnforschungsstudien, dass das Lernen auch immer mit Emotionen verknüpft ist. Daher hoffen wir, dass die Kinder diese positiven Erfahrungen und Einstellungen gegenüber der Mathematik und dem Deutsch-Unterricht wieder in die Schule zurückkehren“, so Süßenbach.
Abseits des Stundenplans bekamen die Grundschüler natürlich ebenfalls noch einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des gastgebenden Fußballvereins. So stand im Anschluss an die letzte Lerneinheit am Mittwoch der Besuch des Regionalliga-Heimspiels der 1. Mannschaft von Rot-Weiss Essen gegen Eintracht Trier auf dem Programm. Als Einlaufkids waren sie den Spielern ganz nah und konnten sich nach Spielende noch Autogramme auf ihren Trikots sichern. Am Donnerstag schlüpften die Mädchen und Jungen in die Rolle der Reporter und nahmen die RWE-Spieler Markus Heppke und Benedikt Koep in einer Pressekonferenz ins „Kreuzverhör“. Anschließend nahmen sich Heppke und Koep noch die Zeit und zeigten den Kids auf dem Trainingsplatz den ein oder anderen Fußball-Trick.




